BRH Rettungshundestaffel
Landkreis Leipzig

Fläschensuche

Um unwegsames Gelände und schwer begehbare Gebiete effektiv und systematisch durchsuchen zu können, nutzt man sogenannte Flächensuchhunde. Diese Vierbeiner suchen selbstständig große Flächen (Wiesen, Felder, Waldgebiete) systematisch ab. Im Gegensatz zu den Mantrailern folgen sie keiner Spur, sondern orientieren sich an sogenannten Geruchspoolen - sie suchen hierbei generell nach dem menschlichen Geruch, nicht dem individuellen Geruch einer Person. Finden sie den Vermissten, zeigen die Hunde dies durch Verbellen oder Rückverweisen an und weisen so dem Hundeführer/in und seinen Helfern schnellstmöglich den Weg zum Verunglückten.
Die wichtigsten Ausbildungsgrundlagen der Flächenhunde beinhalten das Anzeigen vermisster Personen, die selbständige Sucharbeit (eigenständiges Erarbeiten verschiedener Geländestrukturen unter Ausnutzung der Windverhältnisse) und die Zusammenarbeit mit dem Hundeführer (das Lenken des Hundes auf Entfernung sowie das Schicken in einzelne Geländeabschnitte), um eine vollständige Flächendeckung des Gebietes zu gewährleisten.
Mögliche Anzeigeformen, die den Vierbeinern während der Ausbildung beigebracht werden, sind das Verbellen am Vermissten und das Rückverweisen, wozu das Freiverweisen und Bringseln zählen, hier verbleiben die Hunde nicht beim Vermissten, sondern zeigen beim Hundeführer in unterschiedlichen Formen ihren Fund an und führen ihn dann zu dessen Aufenthaltsort.
Das Training der Flächenhunde wird sorgsam aufgebaut: zu Ausbildungsbeginn steht die Erarbeitung einzelner Trainingssegmente im Vordergrund. Mit wachsender Erfahrung von Hund und Hundeführer verbindet man immer mehr Elemente miteinander und die Suchkondition des Hundes wird so stetig gesteigert und gefestigt.
Im Laufe der Ausbildung wird der Hund an immer größere und komplexere Aufgaben herangeführt. Ziel ist das Erlangen der Prüfungsreife, bestehen der Einsatztauglichkeit und das Beibehalten und Wachsen dieses Standards.